Wettkampfbericht – Murpromenadenlauf (10km)

Und es geht DOCH!

Beim letzten und damals ersten 10km Wettkampf (Silvesterlauf Graz 09) hatte ich bereits eine Zielzeit von ca. 47min für 10km anvisiert. Aufgrund einiger Vorbereitungsfehler und eines zu schnellen Starts habe ich es damals vermasselt und lief nach 48:30min total fertig im Ziel ein.

Dieses Mal wollte ich Einiges besser machen. Trotdzem war ich wie immer relativ nervös. Und das nicht zu unrecht. Am Samstag wagte ich einen Blick ins Internet um nachzusehen, wann man die Startnummer am Sonntag abholen kann. WAS?? Startnummernausgabe nur am Freitag und Samstag beim Hervis im Citypark? Von Sonntag stand da nichts!!!

Das war ja mal wieder typisch für mich. Bereits vor einem Monat eingezahlt und dann keine Startnummer bekommen… Dann lauf ich halt ohne Wertung war mein Gedanke nach einem kurzen HYSTERIEANFALL bei dem ich fast die Maus auf den Bildschirm geworfen hätte.

Am Sonntag dann extra den Handywecker auf 7 Uhr gestellt, weil ich nicht wusste ob sich dieses „SCH***DING“ von selbst auf die Sommerzeit umstellt. GLÜCK GEHABT. Wie konnte es anders sein. Nach dem Aufstehen blickte ich auf die Funkuhr und siehe da. 8 Uhr. Was war ich stolz auf mich, dass ich wenigstens diesesm Missgeschick ausweichen konnte. Es blieb also noch genug Zeit bis zum Wettkampf. Doch daran war noch gar nicht zu denken. Die Startnummer fehlte ja noch. Ich setzte mich also schnell ins Auto und fuhr zum Veranstaltungsort (Verbandsplatz). Und TATSÄCHLICH es gab einen kleinen Stand an dem die restlichen Nummern ausgegeben wurden. Nun nur wieder das altbekannte Problem. 23€ für diesen bescheuerten „NEUEN“ Chip. Sie können ja auch NICHT den CHAMPIONCHIP verwenden, den ich beim letzten Lauf vergessen hatte abzugeben und der nun mir gehört. Wer mich kennt weiß was jetzt kommt: RICHTIG. Ein Blick ins Geldbörserl war eigentlich unnötig. Darin: 20€ und ein paar Centstückchen. Ab zum Bankomat also.. WIE IMMER.. Nur mit dem Unterschied, dass ich dieses Mal noch alle Zeit der Welt hatte.

Nachdem ich mein Startnummernsackerl endlich in den Händen hielt fuhr ich wieder nach Hause um zu frühstücken. Wie empfohlen: Weißbrot/Toastbrot mit Butter und Marmelade. Kein Müsli, kein Joghurt und auch sonst nix schwer Verdauliches. Und noch ca. 1 Liter Wasser -> Mehr zu den Nachteilen von zu hohem Wasserkonsum vor dem Rennen, später.

Um Punkt 10 Uhr, exakt wie vorgenommen, war ich wieder beim Parkplatz vor dem Veranstaltungsgelände. Konnte es wirklich sein, dass ich zeittechnisch so genial im Plan liege? Oder habe ich mich mit der Zeitumstellung doch vertan und es war bereits 11? Nein. Alles lief tatsächlich wie am Schnürchen.

Es folgte der für mich schwerste Teil: Die richtige Kleiderwahl;
Lange Hose, kurze Hose? Langes Shirt, kurzes Shirt? Oder doch mit Jacke? Startnummernband oder mit Sicherheitsnadeln durchs Shirt? Blaue Trainingsschuhe oder orange Wettkampfgeschosse?

Obwohl es beim Aussteigen noch eiskalt war (ca. 6°C) entschied ich mich für:
Kurze Hose, kurzes Shirt, darüber langes Shirt, Startnummernband und Wettkampfschuhe. Dazu noch die empfohlenen Laufhandschuhe.
Auch hier sollte sich herausstellen: ALLES GOLDRICHTIG!

Vor lauter Nervosität.. Keine Ahnung warum das bei mir so extrem ist.. hatte ich bereits VOR dem Aufwärmen einen Puls von ca. 110.
Lt. Trainingsplan sollte ich 10min einlaufen, dann einige Laufübungen machen und zum Abschluss noch 3 Steigerungsläufe um den Puls in die Höhe zu treiben.

Kurz vor dem Start kam auf einmal die Sonne durch. Und das mit sagenhafter Kraft. Es hatte auf einmal gefühlte 20°C. Da ich ja das Startnummernband in waiser Voraussicht verwendete, konnt ich dieses in letzter Sekunde öffnen, das lange Shirt weglegen und mich wieder zum Startbereich begeben.

Mein Puls beim Startschuss: 130 (was soll denn das bitte? geht’s noch?)

Die ersten 2KM soll ich ja nicht zu schnell angehen und höchstens mit 170 Puls laufen stand auf meinem Plan. Dem konnte ich aber nur 500m Folge leisten. Denn da piepste mein Uhr das erste Mal und zeigte: 2:26min für 500m. Das war ca. 10sek zu langsam für die angestrebten 45min. Ich entschloss mich also entgegen aller Empfehlungen einen Zahn zuzulegen. Der Puls marschierte schnell auf ca. 175. Dort blieb er erstmal stehen. Damit konnte ich leben. Erst bei KM 3 stieg er wieder. Dann aber gleich auf 182. Fast wie beim Silvesterlauf und dort bin ich dann ja schrecklich eingegangen. Doch dieses Mal sollte es anders kommen. Beim Zieleinlauf nach der ersten von zwei Runden fühlten sich meine Beine trotz  zu hohem Puls kein Bisschen schwer an.

ZEIT nach der ersten Runde (5km): 22:13min

Wow. Jetzt bitte nur nicht wieder einbrechen. Monika hat mir empfohlen die zweite Runde versuchen schneller zu laufen. Also versuchte ich das. Und es funktionierte. Konnte ich beim Silvesterlauf nach den ersten 5km gerade noch so schnell laufen, wie sonst im Training, schien dieses mal einfach alles besser zu laufen. Noch immer keine Müdigkeit in den Beinen und die Atmung war noch immer sehr angenehm. Ich legte also auf KM 6 noch einen Zahn zu. Bei KM 7 entschloss ich mich dann richtig gas zu geben da ja noch alles in bester Ordnung war, und ich schon Bedenken hatt, ob ich vielleicht nicht alles gebe. 10sek pro KM konnte ich noch schneller werden. Der Antritt war perfekt getimet. Ich bog mit 193 Puls (100% also genau mein Maximalpuls) in die Zielgerade ein und setzte dort noch zu einem Sprint an.

Ich konnte es gar nicht glauben… Hier das Ergebnis:

1. Runde: 22:13,3 min
2. Runde: 21:21,7 min

Gesamt: 43:35 min (und somit 5min schneller als beim Silvesterlauf)
54. Gesamtrang (von 161), 16. AK-Rank – m.allgemein (von 40)

Das ist definitiv ein perfekter Start in meine erste Triathlonsaison. Mein diesjähriges Ziel, 5KM in 22min zu laufen, kann ich somit wohl auch um einiges höher Stecken.

Hier gehts zur Ergebnisliste

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