Wettkampfbericht – Gouvernatorman Thalersee (500/18/4,5)

Leistungsstagnation oder einfach nur einen schlechten Tag erwischt?

„Stagnation bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch, dass eine bestimmte Variable kein Wachstum erfährt“ (Quelle: Wikipedia)

Was diese einleitenden Worte mit dem vergangenen Wettkampf zu tun haben? Hier die Auflösung.

Vergangenen Samstag fand am Thalersee der „Gouvernatorman“ (hey.. ich hab mir den Namen nicht ausgesucht) statt. Die Strecke war exakt die selbe wie beim Wettkampf einen Monat zuvor. Perfekt also, um seien Leistung zu vergleichen. Hätte ich jedoch zuvor mein Ergebnis gewusst, hätte ich lieber auf diesen Vergleich verzichtet. Ich nehme an, das Ziel eines jeden Sportlers ist es, von Wettkampf zu Wettkampf besser zu werden. Dabei gibt es natürlich Höhen und Tiefen und immer wieder Rückschläge. Gerade im ersten Jahr rechnete ich jedoch nicht mit so einem Rückschlag, da doch jedes Training die Leistung verbessern sollte. Aber der Reihe nach.

In den letzten Trainingswochen lag der Schwerpunkt eindeutig auf dem Radfahren, obwohl ich mir fest vorgenommen habe, mich auf’s Schwimmen zu konzentrieren. Und tatsächlich spürte ich eine deutliche Leistungssteigerung auf dem Rad. Leider lässt sich das Wattmäßig nicht bestätigen (noch nicht), aber es fühlt sich schon um Einiges besser an.
Leider habe ich das Schwimmtraining aber nicht nur verringert, sondern nahezu komplett vernachlässigt. Ein grober Fehler wie sich herausstellen sollte. Beim Laufen hatte ich eigentlich auch ein gutes Gefühl, leider blieb es aber beim Gefühl.

In der Woche vor dem Wettkampf stand wie immer nicht viel auf dem Trainingsplan. 2x Schwimmen(1x 1h, 1x 20min), 1x Radfahren (ca. 1,5h), 1x Laufen (20min). Auch hier war ich etwas nachlässig. 1x Schwimmen und 1x Radfahren mussten reichen. Wie erhofft ging’s mir dafür am Tag X wirklich bestens. Also leider kein Grund für eine Ausrede 🙁
Vorbereitung:
Zur Vorbereitung brauch ich glaub ich nicht mehr allzuviel zu sagen. Gleiches Frühstück wie immer. Vor Ort ca. 20 Minuten einlaufen. Schwimmen als „aufwärmen“ ging bei den Wassertemperaturen leider gar nicht. (Hätte ich wahrscheinlich sowieso nicht gemacht).

Swim:
Die Strecke, das eklige Wasser und der noch ekligere Seeboden (ca. 20cm Schlamm) waren mir bereits vertraut. Die Wassertemperatur von ca. 18/19 Grad jedoch nicht (beim letzten Mal bin ich ja mit Neo geschwommen, kein Mensch weiß, warum ich ihn dieses Mal zu Hause gelassen habe). Gleich nach dem Startsignal versuchte ich mein Vorhaben in die Tat umzusetzen und mitten in der Menge mitzuschwimmen um endlich resistenter gegen dieses Getümmel zu werden. Dieser Schuss ging leider nach hinten los. Bereits nach geschätzten 100 Metern und ebensovielen Tritten in den Oberkörper und wer weiß wo sonst noch hin, fiel ich wieder in mein altes Verhaltensschema und ließ einen Freiraum zwischen mir und all denen die vor mir lagen (und das waren bis dahin schon sehr, sehr viele). Ich kann mir nicht wirklich erklären, warum ich es bei Wettkämpfen nicht schaffe 500m durchzukraulen, obwohl ich im Training an guten Tagen schon die 3-fache Länge zurücklegen kann. Ich schiebe es einfach auf die Hektik und ein kleines, wirklich klitzekleines, Stück Panik dürfte auch dabeisein. Also wechselte ich wieder im ca. 50m Rythmus zwischen Brust- und Kraulstil. Mittlerweile habe ich wirklich schon bedenken, ob ich einfach nicht dafür geschaffen bin zu schwimmen. Nach 2 Schwimmkursen und eigentlich „relativ“ vielen Schwimmtrainings kann ich noch immer keine wirkliche Verbesserung erkennen, außer dass ich jetzt zumindest 50% der Strecke im Kraulstil absolvieren kann, dafür halt langsamer als wenn ich Brustschwimmen würde 🙁 Aber egal, so schnell gibt ein Badinger nicht auf. Es ist immerhin noch immer mein erstes Jahr als „Möchtegerntriathlet“. Ich stieg also nach ca. 11:20min aus dem Wasser (leider kann ich diese Zeit nicht mit dem letzten Mal vergleichen, da ich von dort keine genaueren Zeiten habe. Wie ich aber gerade durch eine Fotoanalyse festgestellt habe, dürfte es damals auch nicht wesentlich schneller gewesen sein).

Schwimmzeit: ca. 11:20min (hab gerade gesehen, dass ich in Gösselsdorf gleich lange gebraucht habe)

 

Wechselzone 1:
Auch wenn Angi gesagt hat, dass es dieses Mal relativ lange in der Wechselzone gedauert hat, bin ich mit ca. 1:30min eigentlich ziemlich zufrieden.
Kopf an Kopf mit Christian Knotz ging’s dann auf die Radstrecke.

 

Bike:
Wie bereits Anfangs erwähnt war ich mit meiner gefühlten Leistungssteigerung am Rad sehr zufrieden, und obwohl ich nach dem Schwimmen wieder einmal komplett platt war, konnte ich dieses Mal doch von Anfang an ziemlich kraftvoll fahren. Auch Krämpfe schienen sich dieses Mal keine anzubahnen. Bereits nach wenigen KM konnte ich schon einige Kontrahenten überholen. Über den Hügel wollte ich es dieses Mal etwas ruhiger angehen, gelang mir aber natürlich auch nicht wirklich. Oben angekommen war ich wieder ziemlich fertig. Aber alles noch im grünen Bereich. Im Gegensatz zum letzten Mal konnte ich dieses Mal auch die zweite Runde ohne Probleme fahren. Kurz vor dem Ziel habe ich sogar noch daran gedacht, meine Schuhe bereits zu öffnen, um so noch ein Paar Sekunden zu sparen. Immerhin lag ich gut im Soll auf dem Weg zu einer neuen Bestzeit. (Bis dahin halt). Woran ich jedoch nicht gedacht habe war, etwas zu trinken. Nicht einmal einen einzigen Schluck habe ich aus meiner Flasche genommen. Eigentlich Verschwendung, aber irgendwie habe ich während der Fahrt immer das Gefühl, als würde mir das wertvolle Zeit kosten (natürlich totaler Schwachsinn, und das muss ich bis zur Olympischen Distanz auf jeden Fall ändern, sonst fall ich dort um).

Radzeit: 33:43min (32km/h)
Garminauswertung

 

Wechselzone 2:
Auch hier kann ich wieder nur geschätzte Werte nennen. Diese habe ich aus der Zeitdifferenz der aufgenommenen Fotos errechnet. Also in diesem Fall ca. 1min


 

Run:
Voller Überzeugung, dieses Mal eine neue Bestzeit hinzulegen, lief ich los. Ziemlich außer Atem, aber mit, sich sehr gut anfühlenden Beinen. Ich wusste bereits, dass auf der Laufstrecke ca. 80 Höhenmeter zu überwinden sind (Das hört sich nicht viel an, im Vergleich zu einer flachen Strecke jedoch SEHR anstrengend). Ich wusste zwar nicht genau, wie schnell ich laufen musste, aber da ich ja das Schwimmen total vergeigt habe wusste ich, es muss SCHNELL sein. Trotzdem ließ ich mich die ersten hundert Meter nicht aus der Ruhe bringen und lief relativ langsam los. Ich weiß bereits, dass ich ca. 1km brauche um Tempo machen zu können. Jetzt im Nachhinein weiß ich, ich hätte 4:30min/km laufen müssen, um unter 1:10h zu bleiben. Das wäre sicher möglich gewesen, doch bei ca. KM 1, wo ich eigentlich vorhatte das Tempo zu verschärfen, wurde das Magenkrampf-Gefühl, von welchem ich dachte, es würde sich nach einiger Zeit in Luft auflösen, so stark, dass ich nicht nur langsamer werden musste, sondern zwischenzeitlich sogar zum Stehenbleiben gezwungen wurde :(. Das erste Mal überhaupt. Normalerweise habe ich die Gabe während eines Wettkampfes weiterzumachen egal ob oder wie sehr etwas schmerzt. Dieses Mal ging’s leider nicht anders. Nach ca. 30-sekündiger Pause begann ich wieder langsam loszulaufen, bereits wissend, dass die Bestzeit flöten ging. Aber aufgeben kam sowieso nicht in Frage. Nach wenigen hundert Metern des langsamen Dahintrabens konnte ich plötzlich wieder nahezu beschwerdefrei das Tempo erhöhen. Woher der Krampfanfall kam kann ich nicht nachvollziehen. (Mangelnde Flüssigkeitsaufnahme? dann hätte es aber wohl nicht plötzlich wieder aufgehört. Ernährung war gleich wie bei den letzten Malen, also keine Ahnung). Die Runden 2 und 3 konnte ich dann wieder schneller werden, jedoch auch nicht mehr mit der erhofften Geschwindigkeit, aber das war auch nicht mehr nötig.

Laufzeit: 21:35min (4:48min/km -> Ultralahm)
Garminauswertung

 

Gesamtzeit: 1:11:05h
Rang: 39 von 78
KL-Rang: 13 von 19

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