Wettkampfbericht – „DerGrazer“ Halbmarathon

Heute (27.03.2011) um 11:00 war der Startschuss zum „DerGrazer“ Halbmarathon. Mein bisher zweiter Halbmarathon. Und es galt dieses Mal die 1:35h-Marke zu knacken.

Vorbereitung:
Dank meines neuen Spielzeugs kann ich sagen, dass ich Top-ausgeruht an den Start ging. Man könnte schon fast sagen: „ZU“ ausgeruht. Die zwei Nächte vor dem Lauf habe ich soviel geschlafen wie schon lange nicht mehr. Insgesamt 16:30h Schlaf in 2 Nächten.. Hui..
Schlafqualität lt. Schlafauswertungsprogramm: HERVORRAGEND

Was der neue Wecker allerdings nicht kann ist: RICHTIG. Die automatische Umstellung von Winter auf Sommerzeit. Und nur weil ich gestern am Abend noch daran gedacht habe, heißt das nicht, dass ich den Wecker auch richtig gestellt hätte. Also schon mal ein wertvolle Stunde versch…*F)=§…enkt. Also schnell anziehen und losfahren, um noch einen guten Parkplatz vor Ort zu bekommen und die Nachnennung abzugeben. Wenigstens dabei habe ich schon was dazugelernt. 40€ eingesteckt. DAS REICHT NIE. Also noch 20 abgehoben. Zum Glück. Bei der Anmeldung dann der Schock. Startgeld: 30 EURO. Hallo? Ich will nicht das Veranstaltungszelt kaufen, NUR 21km laufen. Gleich nebenan, die Chipausgabe. 23 EURO. Hallo? Nein, auch das Zeitnahme-Fahrzeug will ich nicht, nur meinen Namen (von der Korrektheit spreche ich hier gar nicht) neben einer Zeit auf einer Ergebnisliste. Und selbst das dauert nach dem Lauf über eine Stunde. Da haben die 486er-PC’s anscheinend ordentlich zu rechnen.
Nach der Nachnennung. Dieser Zeitpunkt könnte auch Nachnachnennung oder NNN genannt werden, ging’s ab zum McDonald’s. JAJA. Das klingt nicht nach perfekter Wettkampfnahrung, aber die Bäckerei Kern hatte geschlossen, also musste ein Wiener Frühstück vom EM-SI herhalten. Leider war ich, dank der Zeitverschiebung, etwas spät dran. 1 1/2 Stunden vor dem Start noch so reinhaun… Besser als gar nichts. Noch 2 Kaffee dazu. Apropros McDonald’s Kaffee. Da muss ich noch ein Bisschen ausholen. Wo um alles in der Welt, außer bei McDonald’s ist ein Espresso ein gesamter Becher voll? Und leitet sich Espresso nicht irgendwie von „Express“ ab? Was wiederum soviel wie „Schnell“ oder so ähnlich bedeuten soll? Wo anders hätte ich in der selben Zeit wahrscheinlich eine Melange runtergelassen bekommen. Schade nur, dass ich keine Melange mag.
Die 2 Kaffee drückten auf jeden Fall sofort auf den Dar….. OK – Lassen wir das. Überschrift: Vorbereitung -> Nicht Verdauung.

Aufwärmen:
Exakt eine halbe Stunde vor Start begann ich mit dem Aufwärmen. Die Semmel und das Kipferl von zuvor bereiteten mir, trotz oben nicht erwähnter „Entsorgung“, etwas Bauchschmerzen. Könnte aber auch der halbe Liter Getorade gewesen sein.
Lauf-ABC wie üblich durchgeführt. Vom Anfersen bis zum Kniehub alles dabei was Rang und Namen hat. Dehnen? Nein Danke.

Run:
Oh mein Gott. Nachdem ich den Trainingsanzug abgelegt hatte bemerkte ich wie verdammt kalt es war. Glücklicherweise wurde ich erst 2 Minuten vor dem Start mit dem Aufwärmprogramm fertig. Also rein in’s Starterfeld und Los geht’s auch schon. Das Wichtigste auf den ersten Kilometern ist, nicht zu schnell loszulaufen. Wie oft habe ich das schon gehört, UND auch gespürt. Aber dieses Mal (wie schon die Male zuvor) mach ich das natürlich viel besser. Und tatsächlich. Die ersten 3 KM alle NAHE an der gewünschten Zeit. Nur bei Kilometer 4 ließ ich mich wieder etwas gehen. ETWAS ist gut gesagt. 4:17min statt 4:30min pro KM. Im Nachhinein bin ich dankbar für diesen Kilometer und die somit gewonnenen 13 Sekunden. Den Puls wollte ich eigentlich auch, vor allem auf dem ersten KM, niedrig halten.. Denkste.. Aber im Vergleich zum ersten Halbmarathon im Oktober, wo ich bereits beim zweiten KM einen Puls von 185 (96% des max.Pulses) hatte, konnte ich dieses Mal die Pulskurve zu Beginn wenigstens ein Bisschen flacher halten. Erst bei KM 4 kletterte dieser auf 180, wo er auch blieb.
Nach 5 Kilometern hatte ich das selbe Problem wie immer. Schön langsam glaube ich wirklich, dass ich zu streng rieche. Weder kurz vor noch kurz hinter mir war keine Menschenseele zu sehen. Ich lief also wieder alleine auf weiter Flur. Trotzdem konnte ich den Schnitt wie gewollt halten und lief jeden KM „annähernd“ gleich. Bei KM 11 dann der erste Einbruch. 4:40min/km. WHAT THE F…lower. Des haut die schen z’ruck. Jetzt nur nicht locker lassen. ASO, das war ja sowieos nur, weil ich bei der Labestation langsamer geworden bin, um mir mein erstes von zwei Gel’s einzuwerfen. Eigentlich wollte ich nicht’s zu trinken nehmen, aber ich habe mir vor dem Start fest geschworen, mindestens 3 Mal einen Becher runterzukippen. Eines sag ich euch. Der Versuch mit den wiederverwendbaren Hartplastikbechern ist voll in die Hose gegangen. Schon klar, dass niemand nach dem Lauf stundenlang Becher zusammenräumen will, aber Hartplastikbecher bei einem Wettlauf? Wie zur Hölle soll man daraus während dem Laufen drinken, ohne sich von oben bis unten anzuspritzen.
Von KM 6 bis KM 11 hatte ich übrigens Unterstützung eines netten älteren Herren (lt. seinen Angaben Altersklasse M60). Wie sich herausstellte – Der perfekte Pace-Maker. Konstant 4:30min/KM. Ab KM 9 jedoch immer 2 – 3 Sekunden langsamer als gewünscht. Also bedankte ich mich recht herzlich für seinen Windschatten, warf den Blinker an, überholte und ließ ihn liegen wie einen alten Kartoffelsack. (nein. das ist jetzt zu gemein. aber löschen mag ich’s jetzt auch nicht mehr. wos liegt des pickt).
Jetzt musste ich auf jeden Fall wieder alleine eine Lücke von über 100 Meter schließen. In diesen Zeitbereichen gar nicht so einfach. Da wird nicht plötzlich einer 20 Sekunden pro KM langsamer. Also musste ich schneller werden. Die nächsten 2 Kilometer ging das ja noch gut. Aber kaum aufgeschlossen fehlte die Kraft um weiter Tempo zu machen. Also erstmal wieder hinten dran bleiben und den Windschatten ausnutzen. Dann bei KM 16 überholte mich ein Triathlet. Juhuuu ein Gleichgesinnter. Da häng ich mich an.. WÄHHHHH. Der spinnt ja. Rennt der den KM in 4:24min. Und i eh schon sooo fertig.
Kurzzeitig habe ich wirklich nachgedacht, sofort stehen zu bleiben, auf den alten Kartoffelsack zu warten und mit ihm gemeinsam weiterzulaufen. Aber ich blieb dran. Zumindest bis zum 19ten KM. Dort gab’s glücklicherweise wieder was zu trinken. Die perfekte Ausrede um kurz langsamer zu werden und den verrückten SPORTFREAK ziehen zu lassen. Das hießt zwar wieder 12 wichtige Sekunden zu verlieren, aber egal. Anders wär’s eh nicht mehr gegangen. Die paar Sekunden würde ich eh später auf dem letzten Kilometer wieder zurückgewinnen. Sofern ich dort nicht über meine eigene Zunge stolpern würde. Und so war es dann auch. Also nicht, dass ich wirklich über meine Zunge gestolpert wäre. Die Zeit meine ich. Den letzten KM noch schnell in 4:20min gelaufen. PASST.
Schade, dass die Kraft nicht für 2 schnelle Schlusskilometer gereicht hat, sonst wäre sich evtl. eine Zeit unter 1:34h ausgegangen. Aber so habe ich gleich ein Ziel für den nächsten „Halben“.

Ich hab mal in den Annalen gestöbert und den Lauf mit dem Halbmarathon im Oktober verglichen:
(Blau: Oktober 2010; Rot: März 2011; Oben: Puls; Unten: Tempo)

Hier die Rundenzeiten des heutigen Laufs:

 

Ergebnis: (falls ich wirklich dieser mysteriöse Hr. Parger bin)
Gesamtzeit: 1:34:12h (13,4km/h, 4:29min/km)
Rang: 119. von 469
KL-Rang: 27. von 70

Zeitnehmung.at

 

4 thoughts on “Wettkampfbericht – „DerGrazer“ Halbmarathon

    • Hi.
      Das Ding für die Schlafauswertung heißt:
      Zeo Personal Sleep Coach
      Es ist bisher leider nur in Amerika und England erwerbbar. Ich hab meins von Amazon.co.uk.
      In Kürze werde ich auch einen Testbericht dazu posten. Möchte es nur noch ein Bisschen länger testen um eine genauere Aussage zu treffen.

      Das Facebook-Plugin nennt sich übrigens:
      Add Link to Facebook“ – Damit werden die Post’s direkt nach dem Publizieren auch auf Facebook gepostet (vorausgesetzt du hast es bei Facebook konfiguriert)
      Das zweite Plugin nennt sich:
      Facebook Comments for WordPress“ – Damit werden Kommentare die über Facebook zu deinem Post geschrieben wurden, auch in den Blog übernommen und umgekehrt

    • Auf alle Fälle. Ich glaube, über 90% meiner Seitenaufrufe erreiche ich durch das Publizieren auf Facebook. Somit ist die Kommentarfunktion direkt von dort aus, die perfekte Lösung

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