Ironman 70.3 St.Pölten: Vorbereitung

Wenn ich nur an das Wort St.Pölten denke werde ich nervös. Und weil es jetzt doch nicht mehr allzulange bis dorthin ist MUSS ich irgendetwas schreiben.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Eigentlich sollte ich jetzt lieber alles zusammenrichten anstatt zu schreiben. Wäre ja blöd, wenn ich in St.Pölten ankomme und feststelle, dass ich mein Rad vergessen habe (jaja.. es soll tatsächlich Leute geben, die vergessen sogar ihre Laufschuhe bei einem 10km-Lauf 😉 )

Ich fang einfach mal beim Equipment an:
Mir ist erst diese Woche klar geworden, dass meine bevorzugte Kleiderwahl beim Triathlon evtl. nicht die beste sein könnte. Der 2XU Einteiler bietet NULL Platz für Gels oder Riegel. Suboptimal, wie ich finde. Um also wenigstens auf dem Rad die Möglichkeit zu wahren, Energie zu mir zu nehmen, habe ich mir ein kleines Lenkertäschchen gekauft und es mit 3 Powerbar Gels und einem Riegel befüllt. Zusammen mit dem Isostar in den Flaschen sollte das wenigstens für die Fahrt reichen. Im Wechselsack werde ich noch ein paar Gels deponieren und diese beim Laufen irgendwie in den Händen halten, oder was weiß ich. Vielleicht ziehe ich mir für’s Laufen auch ein Radtrikot mit 3 Taschen an.
Zusätzlich zum Lenkertäschchen habe ich noch 2 Billig-Trinkflaschen gekauft. Lt. zuverlässigen Quellen bekommt man bei den Labestationen die Getränke auch in Trinkflaschen. Damit diese auch auf dem Rad Platz finden, werde ich die bisherigen 2 dann einfach wegwerfen.
Weil mir bei den letzten Schwimmeinheiten vorkam, dass meine Brille nicht mehr richtig dicht hält, habe ich mir gleich noch eine neue Schwimmbrille gekauft. (Zoggs Predator Flex). Keine Sorge. Ich war schon damit Schwimmen und sie passt perfekt. Ich wusste schon gar nicht mehr, wie weit man unter Wasser sehen kann, wenn die Gläser klar sind.
Zu guter letzt habe ich mir noch eine neue Batterie für meinen Brustgurt gekauft.
Patrick leiht mir wieder seinen Garmin Edge 705 um nicht schon beim Radfahren den Forerunner starten zu müssen.

Gehen wir weiter zur Ernährung:
Ich habe irgendwo mal gehört, dass die Ernährung im Triathlon eine wesentliche Rolle spielt. Ich rede mir einfach weiter ein, dass es sich dabei um Gerüchte handelt. (sagte er, und nahm einen Biss von seinem zweiten Extrawurst-Kornspitz). Ich habe es wirklich versucht.. Aber es geht nicht. Ich mag mich nicht zusätzlich auch noch um’s Essen kümmern.
Während dem Rennen werde ich mich allerdings schon versuchen am Riemen zu reißen. Das heißt: Immer schön an’s Trinken denken und schon während dem Radfahren mit dem Essen beginnen. (Kann man bei so grausigen Gel’s eigentlich von Essen sprechen?). Vor allem auf der Laufstrecke MUSS ich mich dazu überreden bei den Labestationen etwas mitzunehmen. Hoffentlich schafft mein „Triathlon Brain“ das. Wettkampfgewicht zum heutigen Tag übrigens ziemlich genau 74Kg.

Nächster Punkt.. Training:
Tja.. Wie trainiert man die Tage/Wochen vor dem Hauptwettkampf? Ich glaube, Monika hat da schon ein Bisschen Erfahrung 😉 Bisher hab ich mich auch immer an den Trainingsplan gehalten. Gestern allerdings musste ich mir dann wieder etwas beweisen. Christian hat mir erzählt, dass er und ein Freund am Nachmittag ein kleines Zeitfahren über 20KM absolvieren. Ein kurzer Blick auf meinen Trainingsplan: „60 Minuten rollen, flach, ganz locker„. Passt, da bin ich dabei. Allerdings fahr ich nur „Gaude“halber mit. Ich bin kein Profi, habe keine Erfahrung und kenn mich nicht viel aus. Aber genau deswegen muss man vielleicht auch mal was „zum Spaß“ mitmachen.
Es kam also wie es kommen musste. Ich fuhr meine bisher schnellsten 20KM. 4 Tage vor demWettkampf, für den ich seit 164 Tagen trainiere. Ich habe mir allerdings vorgenommen nicht hart zu treten und den Puls schön weit unten zu halten. Und nach 32:52min (34,8km/h) war der Spuk auch schon wieder vorbei. Durchschnittspuls 144. Also eine „etwas schnellere“ Einheit. Meines Erachtens allerdigns nix gravierendes. Auch wenn Monika das vielleicht a bissal anders sieht 😉

Was fallt mir zum Training noch ein? AJA. Vergangene Sonntag war auch so ein „jetztmussichnocheinmalalleszerreißen“-Tag. Bereits bei leichtem Regen um 9 Uhr fand ich trotzdem, es wäre eine gute Idee mit kurzer Hose und ohne Handschuhe loszufahren. Nach ca. 10 Minuten Fahrtzeit begann es wie aus Eimern zu schütten. Zu diesem Zeitpunkt war mir bereits so kalt, dass meine Gehirnzellen nicht mehr auf die Idee kamen einfach umzudrehen. Auf dem Plan stand „Abschlussbelastung vor St.Pölten“ also war ich der Meinung, dass MUSS gemacht werden. Nach 2 Stunden kam ich zurück ließ den Koppellauf sausen und bin heute noch froh, nicht krank geworden zu sein.

Weiter ging es am Montag mit dem Open-Water Schwimmen beim Schwarzl. Dazu werde ich noch einen eigenen Post schreiben, sobald ich die Fotos bekomme. Ich kann nur sagen: Das ist wirklich ein Traum. Auch wenn ich jedes mal fast eingehe. Einfach nur genial. Danke an Kathi und Monika, für diesen Kurs.

Letzter Punkt.. Zielzeiten:
Ganz ohne Zeitmanagement wird’s wohl nicht gehen. Oder vielleicht schon, aber eher unkontrolliert. Eines vorweg. Ich bin wirklich stolz und froh, wenn ich überhaupt ins Ziel komme. Damit hätten wir also das Minimalziel festgelegt: Finishen. Aber ich wäre wohl nicht schon jetzt so nervös, wenn ich NUR finishen wollte. Ich bin es eher deswegen, weil ich hoffe meine vorgenommenen Zeiten zu schaffen. Und ich weiß genau, dass ich enttäuscht bin, wenn ich es nicht schaffe. Zwar nur kurz, aber doch. Aber wie sehen die vorgenommenen Zeiten eigentlich aus?

Swim: Also beim Schwimmen kann ja wirklich alles passieren. Von „gar nicht schaffen“ bis „Chip / Schwimmbrille verlieren“ bis hin zur unerwarteten persönlichen Bestzeit. OK. Persönliche Bestzeit wird’s ja sowieso solange ich durchkomme.
Zeitspanne: 38 – 45 Minuten (Ich sag’s ja, da ist alles möglich)

Bike: Sollte ich mich nicht bei der gestrigen Ausfahrt (die sich wirklich extrem gut angefühlt hat) total abgeschossen haben, was ich nicht glaube sollte hier einiges drinnen sein (immer im Vergleich zum Vorjahr gesehen. Mich mit anderen zu Vergleichen macht wenig Sinn). Leider kenne ich die Strecke nicht, also kann ich hier nur schätzen. Und ich setze die untere Zeit bewusst extrem niedrig an. Immerhin sollen die Ziele schon ein Bisschen ambitioniert sein.
Zeitspanne: 2:45:00 – 3:00:00 Stunden (langsamer, ziehe ich einfach nicht in Betracht)

Run: Die zwei letzten Wettkämpfe waren wirklich der Hammer. Allerdings lässt sich das nicht wirklich vergleichen. Nach 90 Kilometern am Rad macht Laufen nicht mehr wirklich Spaß. Trotzdem erwarte ich mir da viel.
Zeitspanne: 1:38:00 – 1:46:00 Stunden

Fassen wir also nochmal kurz zusammen:
Wunsch: 38min + 2:45:00h + 1:38:00h = 5:01:00h + 6min Wechsel = 5:07:00h =  <5:10:00 Stunden (ok… UNMÖGLICH)
Realistisch: 40min + 2:54:00h + 1:40:00h = 5:14:00h + 8min Wechsel = 5:22:00 =  <5:25:00 Stunden (na, das klingt ja auch nicht schlecht)
Minimal: 45min + 3:00:00h + 1:46:00h = 5:31:00h + 10min Wechsel = 5:41:00 =  <5:40:00 Stunden (das hoffe ich nicht, aber wenn doch, kann man auch nix machen)

 

So… Genug geschrieben. Jetzt wird gepackt.

Man sieht sich in St.Pölten… city of pain…

…miepmiep…

4 thoughts on “Ironman 70.3 St.Pölten: Vorbereitung

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