Equipment Update: Forerunner 910XT

…diamonds are a girl’s best friend…

Und was Diamanten für Frauen sind, sind technische Spielerein für den modernen Triathleten.

Und weil wir ja alle wissen, dass diese Spielerein einen nahezu unmöglich erscheinenden Zeitgewinn bringen wurde im Februar wieder fleißig eingekauft.

Somit sind in der kommenden Saison neue Bestzeiten garantiert. Rekorde werden um mehrere tausendstel Sekunden gebrochen werden. Die Frage ob solche Anschaffungen wirklich notwendig sind erübrigt sich also. Sie sind „essenziell“ für den Erfolg von morgen. Und ehrlich, 400€ für eine Uhr? Tzzz.. Alleine beim Gedanken an diese Geldverschwendung laufe ich mindestens 30 Sekunden pro Kilometer schneller.

Womit wir auch schon beim ersten Highlight der allmonatlichen Prasserei wären. Dieses Mal landete das neue Flaggschiff der Garmin-Waffenschmiede im Warenkorb.

Der Garmin Forerunner 910 XT

Lange mussten wir warten bis dieses Schmuckstück endlich verfügbar war.. OK. Viele warten immer noch. Und einige werden ewig warten, weil das Ding schlicht zu teuer ist. Aber seht ihn euch an, diesen Ferrari unter den Uhren. Es gibt eigentlich nicht viel, was dieses Ding nicht kann. Außer einen ohne Training schneller zu machen. (Dabei hab ich doch gerade dafür soviel Geld in die Hand genommen).
Nach stundenlanger Recherche bin ich bei www.conrad.at auf einen Anbieter gestoßen, von dem ich am wenigsten erwartet hätte, dass er die Uhr lagernd hätte. Aber der Preis von „nur“ 379€ (ohne Pulsgurt) ließ mir keine Wahl. Ich musste auf bestellen klicken. Obwohl ich mir sicher war, dass die Angabe „auf Lager“ nicht stimmte. Und als ich 5 Werkstage später noch immer keine Versandbestätigung erhalten habe wollte ich mich schon auf die Suche nach einem neuen Anbieter machen. Aber siehe da. Einen Tag später lag das Paket auf meinem Tisch.

Der Umstieg vom FR 405 gelang problemlos. Schnell den alten Pulsgurt gepaart, die Datenfelder fürs Laufen optimiert (die Anzahl der anzeigbaren Daten ist unfassbar groß) und schon gings in den Wald zum ersten Trailrun. Die Werte lassen sich extrem gut ablesen und was mir sehr gut gefiel war die Vibrationsfunktion. Damit signalisierte mir die Uhr nach jedem gelaufenen Kilometer die benötigte Zeit (Auto-Lap). Beim FR405 kam es öfter vor, dass ich das akustische Signal überhörte. Dies gehört nun der Vergangenheit an. Vor allem für Intervalltrainings wird diese Funktion wertvoll sein.

Einzig der Tragekomfort könnte meiner Meinung nach besser sein. Die Uhr ist zwar nicht übertrieben groß, aber im Vergleich zum 405er doch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Mir drückt der Flache Teil des Gehäuses minimal auf das Handgelenk, allerdings nur, wenn ich einen Sweater oder eine Jacke über der Uhr trage. Ansonsten ist sie eigentlich kaum spürbar. Ich bin gespannt wie/ob sich das beim Tragen des Neoprenanzugs bemerkbar machen wird und ob sich dieser ohne Probleme „drüberstreifen“ lässt….

Der spätere Upload erfolgt mit dem ANT+Agent. Dieser sollte auf dem neuesten Stand sein. Unter Geräteoptionen lässt sich noch einstellen, dass sich „neue“ Geräte verbinden können. Ist das erledigt, startet sofort der Upload zu Garmin Connect. Beim Laufen sind mir bis auf den Barometrischen Höhenmesser keine größeren Änderungen zum 405er aufgefallen. Dieser sollte eigentlich bei weitem besser funktionieren als die GPS-Höhenmessfunktion. Ich habe nach dem Upload die automatische Höhenkorrektur von Garmin deaktiviert. Die Unterschiede sind doch noch sehr groß. So zeigt der barometrisch ermittelte Wert ca. 100 Höhenmeter mehr als die Kalkulation der Garmin Homepage. Ich vertraue hier aber eher dem Barometer als irgendeiner hinterlegten Karte. Allerdings wird sich erst im Laufe der Zeit herausstellen welche Variante die Genauere ist.

Kommen wir aber zum eigentlichen Grund warum ich die Uhr haben wollte. Die Schwimmfunktion. Ein absolutes Highlight in meinen Augen. Es werden Längen, Züge, Distanz, Zeit, Pace, Effizienz usw. ermittelt. Noch dazu wird ein so genannter Swolf-Score errechnet. Dabei wird die geschwommene Zeit und die Anzahl der Züge pro Länge addiert.

Z.B.: 30 Sekunden pro Länge plus 15 Züge ergibt einen Wert von 45. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser. Am Anfang kann man damit vielleicht nicht viel anfangen, aber als Vergleichswert finde ich die Idee nicht schlecht.

Erkannt werden aber auch alle möglichen Schwimmstile. Kraul, Brust, Rücken…
So zumindest die Theorie. In der Praxis fiel mir beim ersten Training auf, dass entweder ICH oder Garmin ein Problem mit meine Technik hatte als ich die Paddles anzog.. Da stimmte plötzlich gar nichts mehr.

Ich wagte also gestern einen erneuten Versuch. Und da ging es dann schon besser, obwohl es noch immer einen kleine Fehler gibt.

Das 3. Intervall wird zwar von der Länge her richtig erkannt (300Meter). Allerdings werden 27 Bahnen angezeigt. 27x25m =! 300 Meter. Klickt man in die Details sieht man plötzlich sowieso nur mehr 1 Bahn. Ich glaube das liegt aber an der Seite. Mal sehen wie sich das bei den nächsten Einheiten verhält.

Ich werden diesen Post im Laufe der Zeit aktualisieren wenn ich mehr Erfahrungen gesammelt habe.

Bis dahin kann ich nur sagen..

Geiles Teil!

PS: Sollte wer fragen zur Uhr haben, bitte die Kommentarfunktion verwenden.

1 thought on “Equipment Update: Forerunner 910XT

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