Wettkampfbericht – Volkstriathlon Gösselsdorf (500/32/7)

Ich erspar mir dieses Mal die Einleitung und komm gleich zum Hauptteil:

Vorbereitung:

Anders als üblich, war die Startzeit für diesen Wettkampf um 16:45 Uhr festgelegt. Bisher startete ich immer am Vormittag oder spätestens zu Mittag. Dementsprechend schwer tat ich mir bei der Überlegung zur Nahrungsaufnahme. Da es ja von 9 Uhr bis 16:45 Uhr eine lange Zeit ist, hab ich beim Steiner dann ordentlich zugelangt (wie immer eigentlich, auch wenn gerade kein Wettkampf ist). Nach dem Frühstück wurde Auto getauscht, da ich in meinem nicht einmal ein Einrad unterbringen würde. Danach ging’s schon los in Richtung Kärnten. Kurz nach 13 Uhr sind wir bereits in Gösselsdorf angekommen. Und wie immer war die Verwirrung sehr groß. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich schon besser organisiertere Veranstaltungen gesehen habe. Der Parkplatz befand sich ca. 300 Meter von der Anmeldung entfernt. Wir gingen also los um diese durchzuführen. Dort fragte ich auch gleich nach, wie wir zur ersten Wechselzone gelangen würden. Eine kurze Handbewegung ergänzt durch die Worte: „Am Ostufer des Sees“ und schon dachte ich, ich wüsste wie der Hase läuft (wird sich allerdings nicht bestätigen). Direkt vor der Halle zur Anmeldung befand sich auf jeden Fall die zweite Wechselzone. Ja.. Richtig.. Die zwei Wechselzonen waren an verschiedenen Stellen. Wir gingen also zurück zum Auto um die Laufschuhe zu holen und diese in die Wechselzone 2 zu legen. So und jetzt? Ahh genau, nochmal zum Auto. Das Rad musste ja noch überprüft werden. Die Reifen wurden auf Betriebsdruck gebracht und dann ging’s wieder zurück Richtung Wechselzone 2. So wie ich das verstanden habe, braucht man dort nur vorbeizugehen und kommt dann schon bei Wechselzone 1 am Ostufer des See’s an. Aber das wäre wohl zu einfach gewesen. Glücklicherweise habe ich auf jeden Fall gleich alles mitgenommen um mir einen Weiteren Fußmarsch zum Auto zu ersparen, denn wie sich herausstellte war es noch ein Stückchen zu gehen ehe wir am Ostufer ankamen. Genauer gesagt etwas mehr als 2km. Bei unserem Schleichschritt also eine knappe halbe Stunde. Für die Sportler selbst jetzt nicht soo ein großes Problem, könnte man sich doch auf’s Rad setzen und dort hinfahren. Mit Besucher/Freundin/Fanclub allerdings etwas bescheuert. Bei Wechselzone 1 angekommen, habe ich sofort das Rad eingecheckt. Und als wir uns erkundigten, wie denn die Angi wieder zurück zum Ziel/Wechselzone2 kommen würde, bekamen wir die nette Antwort: Für Besucher fahren keine Busse, man muss zu Fuß gehen. Das wäre ja vielleicht auch noch verständlich, aber vom Ostufer des Sees wurden die Sportler dann mit einem Bus auf die gegenüberliegende Seite zum Start gebracht. Und das ca. 1 Stunde vor dem Startschuss. Besucher waren auch hier nicht erwünscht. Also saß ich ca. 1 Stunde lang am Westufer und langweilte mich, während Angi sich am Ostufer langweilte. TOP. Da wir den Ablauf ja auch nicht genau wussten, hatte ich natürlich weder Geld, noch Wasser mit in den Bus genommen und nach der Wartestunde in der Sonne war ich schon mehr als durstig. Mit „Einlaufen“ war natürlich auch nix… Die Schuhe standen ja auf der anderen Seeseite. Zur Abkühlung sprang ich noch ins Wasser und schwomm ein paar Meter. Bei gefühlten 30°C Wassertemperatur blieb die erhoffte Abkühlung allerdings aus 🙁 . Dann aber endlich der Start:

Swim:

Egal wie schlecht ich die Organisation auch fand, die Schwimmstrecke an sich war perfekt. Vom West zum Ostufer des Sees sind es genau 500 Meter. Mithilfe zweier langer Leinen wurde eine Art Schwimmbahn durch den See ausgehängt. Einfach nur gerade schwimmen. Was wünscht man sich eigentlich mehr? Ahhh.. genau… Weniger Leute. Auch wenn sich 200 Teilnehmer  (soviel befanden sich in der ersten Startwelle) nicht übermäßig viel anhören, sieht das im Wasser natürlich ganz anders aus. Wie immer war ich zu feig, einfach an einigen vorbei zu schwimmen. Irgendwie bremst mich mein Gefühl immer aus, dass ich wenn ich jemanden überhole, nicht bis zum Schluss durchhalte. Was allerdings egal gewesen wäre, denn ich habe so auch nicht bis zum Schluss mit dem Kraulen durchgehalten. Da ich immer ziemlich weit hinten starte, um nicht mitten im Getümmel zu sein, habe ich das Problem schon nach wenigen Kraularmzügen die ersten Füße vor mir zu sehen. Das macht mich einfach nervös. Also schwimme ich kurzzeitig Brust um zu sehen was da vor mir passiert. Kaum habe ich wieder Platz kraule ich wieder, aber eben nur so lange bis wieder wer vor mir ist. Der ständige Wechsel zwischen Brust und Kraul macht allerdings schnell müde. Umso erfreuter war ich, endlich wieder Boden unter den Füßen zu haben.

Schwimmzeit: 11:21min (2,6km/h -> lächerlich)
Rang: 211

Bike:

Weiter ging es mit dem Rad. Endlich konnte ich auch einen Schluck trinken (Bei ca. 34°C ein Segen). Aber wirklich nur „einen Schluck“. Mit dem Rest musste ich gut haushalten, da ich ja meinen zweiten Flaschenhalter abmontiert habe. Und ein halber Liter für 32km Radfahren bei dieser Temperatur gibt leider nicht viel her. Trotzdem versuchte ich von Anfang an ein weniger druckvoller zu fahren, als beim letzten Triathlon in Thal. Das gelang mir auch sehr gut. Aber leider nur bis zur Hälfte der Strecke. Bis dorthin konnte ich tatsächlich einen für mich unvorstellbaren Schnitt von über: 37,5km/h fahren. Leider war danach aber ziemlich Schluss. Eine Labestation auf dem Weg war einfach zu wenig und so ging mir am Ende ein Bisschen der Saft aus. Das machte sich dann vor allem beim Laufen bemerkbar.

Radzeit: 59:25min (32,3km/h)
Rang: 199
Garminauswertung

Run:

Sofort nach Verlassen der Wechselzone dachte ich schon daran stehen zu bleiben. Der Durst stieg linear mit der Körpertemperatur ins Unermessliche. Ich lief also los wie Flasche leer.

Der erste KM war schrecklich. Die Beine fühlten sich wirklich gut an. So, als ob ich schneller laufen könnte, aber irgendwie hatte ich Probleme Luft zu bekommen. Ich gehe davon aus, dass es sich dabei um ein Hitzeproblem, in Kombination mit zu wenig Flüssigkeit, gehandelt hat. Das erste Mal habe ich diese komischen Schwämme, die es bei den Labestationen immer gibt, zu schätzen gelernt. Noch nie habe ich mich so über einen nassen Schwamm gefreut. HERRLICH. Leider hielt dieses Gefühl aber nicht lange an. Ich konnte nahezu zusehen, wie das Wasser auf meiner Haut verdampfte. Ca. bei KM 1,5 fand ich endlich meinen Rythmus, auch wenn der dieses Mal wirklich sehr langsam war (irgendwo bei über ca. 5min/km -> damit kann ich nicht zufrieden sein). Und als ich bei KM 2 ankam (also wieder beim Ostufer) sah ich auf die gegenüberliegende Seite des Sees. Und dann wurde mir richtig schlecht. Diese kleinen, sich bewegenden Pünktchen mitten im Wald ca. 70 Höhenmeter über mir, konnten doch nicht wirklich Konkurrenten sein? Doch es war leider keine Pensionistengruppe, wie erhofft – sondern tatsächlich andere Sportler die den Berg schon fast bezwungen hatten. Kurz bevor ich zur ersten „leichten“ Steigung kam, gabs noch eine Labestation, und ich nahm, was mir zustand. „2“ Schwämme.. Zusätzliche Motivation durch ein Spongebob-Design gabs leider nicht, aber auch so war ich froh drüber. Und dann ging’s also los. Eigentlich hatte ich nicht vor, an diesem Tag bergzusteigen, aber auf der Homepage des Veranstalters war nicht zu lesen, dass dort etliche Höhenmeter zu überwinden sein würden. Ich war so frei, und hab ein Höhenprofil angelegt:

Einige „Geh“pausen später (damit war ich übringens nicht alleine, bis auf 2 Leute habe ich dort niemanden laufen gesehen) habe auch ich die Spitze erreicht und dann gings endlich bergab. Auch nicht viel angenehmer, weil Knieschmerz. Wenigstens konnte ich noch 1 – 2 Mitschreiter einholen.

Laufzeit: 38:23min (5:29min/km) allerdings inkl. Wechselzone
Rang: 197
Garminauswertung

Nach dieser Leistung habe ich mir auf jeden Fall ein kühles Mineralwasser mit Ausblick auf einen knackigen PoPo verdient:

Gesamtzeit: 1:49:10h
Rang: 183 von 337

KL-Rang: 25 von 39

Pentek-Ergebnisliste

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