Wettkampfbericht – A1 Technik Triathlon (Staffel)

(Alle Fotos vom A1 Technik Team Triathlon gibt’s wie immer auf Picasa)

Ein firmeninterner Wettkampf hat einen ganz besonderen Reiz. Einerseits weiß man nicht so recht ob es in der eigenen Firma noch andere triathlonfanatische Mitmenschen gibt, andererseits will man sich aber auch nicht die Blöße geben.
Die Devise lautete also: „Klappe halten, nicht zu große Töne spucken und dann einfach vollgas geben“
3 Dinge die gar nicht so leicht umzusetzen sind.

Dieses Jahr fand das „interne Kräftemessen“ zum dritten Mal statt. Voriges Jahr war ich aufgrund der USA-Reise nicht dabei, aber ich wusste noch vom ersten Jahr, dass das Unternehmen keine Kosten und Mühen scheuen würde um dieses Event ein ganz besonderes werden zu lassen.

Vorbereitung:

Extra vorbereitet hab ich mich jetzt nicht dafür. Immerhin ging es um den Spaß an der Sache (der sowieso viel zu oft zu kurz kommt). Der Triathlon wurde als Staffelbewerb ausgeschrieben.
Jedes Team bestand aus 2 Schwimmern, 2 Radfahrern und 2 Läufern. Ich durfte für ein Team schwimmen und für ein anderes laufen. Vor Ort hätte ich mich fast noch dazu entschlossen einem weiteren Team als Radfahrer auszuhelfen.
Einen Blick auf meine Pulsuhr später entschloss ich mich jedoch dagegen.

Herzfrequenz: 125 Schläge/Minute.
Einzige körperliche Anstrengung bis dahin, der Weg zum Frühstücksbuffet und wieder zurück. Ich dachte, die Uhr ist defekt, also hab ich per Hand nachgemessen. Gleiches Ergebnis.

Irgendwas war nicht in Ordnung, ich hatte aber keine Zeit mehr mir Gedanken darüber zu machen. Also los zum Aufwärmen. Bereits nach 2 – 3 Laufschritten stieg der Puls auf ca. 150. WOW. Da könnte sogar ein Kolibri neidisch werden.

3000 Herzschläge später war es dann Zeit den Neo anzuziehen und ein paar Meter einzuschwimmen. Leider war ich etwas zu lange unterwegs, als ich zurückkam gab es nämlich nur noch Startplätze in der zweiten Reihe.

Swim:

 

Schwimmstart war ca. 10 Meter im Wasser, aber bereits tief genug um nicht mehr stehen zu können. Also spürte man schon vor dem Start ca. 400 Beine nervös herumzappeln. Ich wollte mich noch in die erste Reihe vorkämpfen, da ertönte auch schon das Startsignal. Von einem denkbar besch*** Platz aus musste ich zuerst die Reihe vor mir „überschwimmen“ und dann auch noch einige Meter nach rechts um auf die Ideallinie zu kommen.
Kurz vor der ersten Boje gelang mir das und von da an wurde es auch etwas ruhiger. Vor mir sah ich nur vereinzelt ein paar Badekappen. Hinter mir schaltete die Waschmaschine auf den „Schleudergang“ um. Ca. 200 mehr oder weniger schwimmerprobte „Techniker“ liefeten sich dort einen Kampf ums nackte Überleben. Glücklicherweise bekam ich davon nicht mehr wirklich viel mit.
Nach der zweiten Boje ging es auch schon wieder zurück Richtung Ufer. Ich konnte nicht genau erkennen, wieviele noch vor mir lagen aber ein Blick zurück zeigte, dass es wohl nicht mehr allzuviele sein konnten.
Nach ca. 250 Metern ging es dann auch schon über eine steile Rampe raus aus dem Wasser.

Danach noch ca. 200 Meter laufen um dann in der Wechselzone mit Werner abzuklatschen. Dieser startete somit als 5ter auf die Radstrecke.

Schwimmzeit: 4:20 Minuten
Rang: 5. von 192
Pentek-Timing

Run:

Nach ca. 40-minütiger Pause kam Günter (Radfahrer für mein zweites Team) vom Radfahren zurück. Kurz abgeklatscht und schon ging es los auf die Laufstrecke. Das Schwimmen selbst spürte ich nicht mehr wirklich, allerdings wollte sich mein kleines Herzchen einfach nicht beruhigen. Wie eine Nähmaschine pochte es mit unglaublicher Frequenz. Trotzdem fühlte ich mich im Stande mit richtig viel „Schwung“ loszulaufen. Unter 4min/km um genau zu sein. Sollte zum jetztigen Trainingsstand eigentlich kein Problem sein, aber „eigentlich“ habe ich im Sitzen auch keinen Puls von 125.
Es dauerte also nur bis zu Kilometer 2 um meinen Puls auf 191 Schläge zu jagen (99,47916periodisch% der HF-max). KM 3 lief ich dann sogar mit 192 (Durchschnitt, nicht kurzzeitig). Keine Ahnung wie ich es schaffte nicht sofort tot umzufallen. Auch wenn mir das zu diesem Zeitpunkt vielleicht sogar lieber gewesen wäre. Nach dem dritten Kilometer ging’s dann zum Glück leicht bergab. Um doch noch am Leben zu bleiben wurde ich etwas langsamer und wartete bis der Puls ein wenig sank. Kaum bei 186 Schlägen angekommen wurde ich wieder schneller. Und das war dann der Todesstoß. Seitenstechen, Magenschmerzen…. Alles für’n A***.
500 Meter vor’m Ziel blieb mir also nichts anderes übrig als stehen zu bleiben. Das zweite Mal in meiner Karriere (nach Thalersee 2010). 30 Sekunden durchschnaufen reichten, um danach wieder weiterlaufen zu können.‘
Dank Gerhard, dem ich vor dem Lauf meine Kamera in die Hand gedrückt hatte um ein Zielfoto zu machen, bekam ich genau dieses NICHT. Er hatte mich versäumt. Den Gesichtsausdruck hätte die Kamera aber wahrscheinlich sowieso nicht vertragen. Danke Gerhard. Gut gemacht 😉

Laufzeit: 23:02 Minuten
Rang: 24. von 192
Pentek-Timing

Aftershow:

Kaum vom Laufen erholt ging’s schon wieder weiter mit dem Essen. Unvorstellbar wieviel verschiedene Gerichte aufgetischt wurden. Als um 17 Uhr der „Hauptgang“ serviert wurde, konnte ich bereits keinen Bissen mehr hinunterbringen. Die 3 Mariellenknödel und die Erdbeerschnitte davor, waren einfach zu viel des Guten.

Um 20:30 Uhr ging es dann mit dem Shuttlebus zurück nach Graz.

Fazit: Der bisher mit Abstand am besten organisierte Triathlon dieser Saison. (also was die Verpflegung angeht)

Ergebnisse:

Gesamtzeit – Team Singlemode (schwimmen): 2:35:26 Stunden
Gesamtrang – Team Singlemode: 28. von 101

Gesamtzeit – Team Multimode (laufen): 2:37:55 Stunden
Gesamtrang – Team Multimode: 31. von 101

Pentek-Timing Teamwertung

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