Tag 5: (Long Ride)

UNGLAUBLICH wie diese Tabletten wirken. Sicherlich hat auch der Ruhetag dazu beigetragen, aber bereits beim Aufstehen verspürte ich nur noch ein leichtes Zwicken im Knie. Zuerst war ich deprimiert und dachte, dass wieder nichts aus einer längeren Ausfahrt werden würde, doch wir versuchten es trotzdem. Und siehe da. Es blieb beim Zwicken. Egal wie hart ich auch in die Pedale trat, es wurde einfach nicht schlimmer. Einfach genial. Jeden Augenblick rechnete ich damit, dass es wieder so schlimm wie die Tage zuvor werden würde und ich sofort absteigen und nach Hause gehen musste, aber nix da. Schon kurze Zeit später standen wir ohne eine Pause gemacht zu haben bei einem Kreisverkehr im Süden der Insel (Playa Blanca). Von dort wollten wir weiter nach Arrecife fahren und mussten dafür die Karte studieren.
Ein Blick ins Landesinnere ließ uns kurz zusammenzucken. Diese kleine Ortschaft, mitten zwischen den Bergen, auf die nur eine einzige Straße führte. GENAU DIESE wollte wir auf keinen Fall entlangfahren. Und so suchten wir einen Flachen weg nach Arrecife. Wie auch immer das passieren konnte weiß ich nicht mehr, allerdings befanden wir uns einige Minuten später genau auf dieser EINEN Straße und blickten fast senkrecht nach oben zum Ort Femes. Das erste Mal seit ich dieses Rad habe, musste ich bedauerlicherweise absteigen. Zu lang und stätig war der Anstieg bereits zuvor, der zu dieser gewundenen Bergstraße führte. 1 – 2 Minuten Pause und einige Schlückchen „ISOSTAR“ reichten aus, um auch die letzte teuflische Steigung zu bezwingen.
Danach fuhr sich jede Steigung wie eine Bergabfahrt.
Irgendwie haben wir es wieder Mal geschafft die Aufmerksamkeit auf uns zu lenken. Und zwar genau zu dem Zeitpunkt, zu dem wir uns entschlossen der „dicken gelben Linie“ auf der Landkarte zu folgen. RICHTIG. Es handelte sich dabei um eine Autobahn. Aber es gab keine andere Möglichkeit nach Arrecife zu kommen. Also nahmen wir uns ein Herz und fuhren ca. 5km die Autobahn entlang. Schien aber niemanden so wirklich zu stören. Weder Hupen, noch bekannte Handzeichen wurden vernommen. In Arrecife angekommen wurden noch schnell die Getränkeflaschen mit Powertrade nachgefüllt und schon gings wieder zurück nach La Santa.
Die letzten paar Kilometer, welche eigentlich nur bergab verlaufen und in in den letzten Tagen mit ca. 60 – 70 km/h ge“rollt“ wurden, fühlten sich heute doppelt so lang an. Schuld daran war der extreme Gegenwind, der nur knappe 50 km/h zuließ und das trotz dazutretens. Etwa genau 4 Stunden später konnten wir dann die Radschuhe ausziehen und uns zurücklehnen.

Was bleibt noch zu sagen. NICHTS, außer einem DANKE, DANKE, DANKE an den Clubarzt. Hätte ich dieses schon am ersten Tag aufgesucht, wäre sicher mehr drin gewesen. Aber im nachhinein bin ich dankbar, dass er es überhaupt geschafft hat, den Schmerz zu lindern.

Hoffentlich gehts morgen noch immer so gut, dann steht einer erneuten längeren Ausfahrt nichts mehr im Wege. JIPIIII. SOMMER, SONNE, LANZAROTE!!!

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