Wettkampfbericht – E-Businessmarathon – Schwarzl (10,5km)

Es ist wieder einmal so weit. Wettkampfzeit!
Die Anspannung steigt, im ganzen Körper kribbelt es.
Du weißt: Heute ist wieder alles möglich.
Du weißt aber auch: Das wird heute wieder verdammt wehtun.
Doch es ist dir egal. Im Kopf malst du dir bereits den Zieleinlauf aus, kalkulierst die gewünschte Endzeit.
Um dich herum tausende Menschen, denen es genauso geht.
Aber sie interessieren dich nicht. Du denkst nur an dich.
Bis zum Startschuss. Jetzt heißt es nur noch einen Fuß vor den anderen zu setzen. Und das möglichst schnell.
Die ersten Meter fliegst du über die Strecke. Getragen von den Anfeuerungsrufen der Zuseher.
Du bist schnell, sehr schnell. Zu schnell??
Gespannt wartest du, dass dir deine Uhr die erste Zwischenzeit anzeigt.
PIEP – Just in time. Tempo halten.
Kurz vor dem Ziel… Schmerzen. Tempo halten? NEIN. Tempo erhöhen.
Der Schlusssprint. Jubelende Fans. Sie jubeln nicht wegen dir. Egal, sie jubeln.
PUSH! Die Füße bewegen sich von selbst. Sie wissen was zu tun ist. Du nicht.
FINISH! Geschafft.
Personal Best!

 

Aber wieder der Reihe nach.


Vorbereitung:

Zur Vorbereitungszeit gehört dieses Mal wohl auch das Trainingslager in Cesenatico. Auch wenn ich dort nicht viel gelaufen bin haben sich die vielen Radkilometer wohl bezahlt gemacht.

Vorbereitung am Wettkampftag:
Gefrühstückt wurde – wie so oft – beim Steiner in Unterpremstätten.
Das Mittagessen hätte ich etwas besser auswählen können. Geplant waren eigentlich Nudeln, aber als wir beim Interspar-Restaurant ankamen, entschied ich mich doch für 2 RIESIGE faschierte Laibchen mit Püree. Das war um ca. 14 Uhr. Also noch Zeit genug zum Verdauen bis zum Start um 17:30. -> Dachte ich..
Direkt vor dem Lauf leerte ich dann wieder eine Flasche Isostar und unzählige Liter Mineralwasser. (ok. vielleicht war’s auch nur ein halber).
Nach 2-maligem Austreten ging es  los mit dem Aufwärmen. Ca. 20 Minuten. Danach noch 2 Mal auf die Toilette (Kein Scherz… Ich hatte keine Ahnung wie oft man Lulu machen kann)
Und dann, ca. 10 Minuten vor dem Startschuss standen wir schon im ersten Startblock. Etwa in der 5ten Reihe.

Run:

Gleich nach dem Startschuss ging es in hohem Tempo los. VIEL ZU LANGSAM, dachte ich mir. Wie immer. Obwohl wir in der 5 Reihe starteten war vor uns eine unendliche Menschenmasse. Viele überholten uns. Mit uns meine ich übrigens Ernsti und mich. „P“ und Ronni hielten sich etwas weiter hinten auf. Liefen aber beide ein extrem starkes Rennen. Aber zurück zum Wesentlichen. Den Forerunner hatte ich so eingestellt, dass er mir all 500 Meter bescheid gibt wie lange ich dafür brauchte. Geplant waren 2:07min bis 2:09min. Nach 500 Meter piepste sie das erste Mal.
1:58min ??!!! Holt aus.. Das würde ich normalerweise nicht einmal auf 5KM halten können. Also gingen wir ein Bisschen runter vom Gas. Aber nur ein Bisschen. Die Vorgabe von 2:07 haben wir eigentlich nie erreicht. Alle 500 Meter hörte ich das zarte Piepsen auf meiner Hand, und jedes Mal zeigte die Uhr eine Zeit von knapp über 2:00 Minuten. DAS KANN NICHT GUT GEHEN. Ich sagte immer wieder: „Viel zu schnell“. Langsamer wurden wir aber trotzdem nicht. Bei KM 3 warnte mich Ernsti, dass ich mich immer von Läufern vor mir mitziehen lasse. OK. Danke für den Hinweis. Geändert habe ich das allerdings nicht. Bei KM 3 war es auch ungefähr wo wir die ersten zurück überholten. Nämlich diejenigen, die beim Start lossprinten, als wäre es ein 800 Meter Lauf. Jetzt kann ich ja darüber lachen. Früher gehörte ich genau zur selben Gruppe. Und auch dieses Mal lief ich ja eigentlich viel zu schnell los, aber ich konnte einfach nicht langsamer werden. Und es fühlte sich noch immer so gut an. Selbst bei KM 4 noch keine Anzeichen von Problemen.

Die erste Runde lief bei weitem besser als erwartet. Nach 21:34min durchliefen wir den Startbogen. Also genau 10 Sekunden langsamer als im Vorjahr, wo ich allerdings nur eine Runde gelaufen bin. Bis dorthin überholten wir schon 52 Läufer (ich überquerte die Startlinie als 140. und kam nach einer Runde als 88. an). Dieses Mal ging es aber noch weiter mit Runde 2. Noch immer fühlte ich mich topfit. Aber ich konnte irgendwie nicht glauben, dass das so bleiben wird. Viel zu hoch war meines erachtens das Tempo vom Start weg. Bei Km 7 überholte ich einen alten Bekannten, der mir bei KM 2 noch mitteilte, dass er mich heute ins Ziel ziehen würde. Tja. Daraus wurde wohl nichts. Ich hörte noch kurz die Worte: „Schon wieder… I hör jetzt auf mitn Laufen“ und legte noch einmal einen Zahn zu.

Und dann bei KM 8 war es Ernsti der meinte: „Komm, da geht noch was“. Und noch bevor er den Satz zu ende gesprochen hat, war er schon weg. RESPEKT Ernsti. Eigentlich wollte ich nicht mitziehen, war ich zu sehr damit beschäftigt Läufer zu überholen, die eigentlich nur eine Runde liefen. Doch Ernsti’s motivierende Handbewegungen gepaart mit Anfeuerungsrufen wie: „Geht scho‘ Markus, gemma“ (oder so ähnlich) überzeugten mich. Ich steigerte also nochmal das Tempo um die ca. 30 Meter große Lücke zu Ernsti wieder zu schließen. Das gelang mir erst ein paar 100 Meter vor dem Ziel. Und weil ich da gerade so in Fahrt war, wollte ich auch nicht mehr abbremsen. Und so setzte ich noch einen Schlusssprint drauf. Auch wenn Ernsti gesagt hat, er hätte nicht mitgehen können, glaube ich das nicht 😉 Er hat mich gewinnen lassen. AUS MITLEID. So sehe ich das.
Danke trotzdem 😉

Nach exakt 42:23,8 Minuten lief ich über die Ziellinie. Ernsti kam 2,8 Sekunden später an. Das bedeutet wir sind die zweite Runde um 44 Sekunden schneller gelaufen als die erste. (20:49,8min -> 3:57min/km). Durch diese Steigerung konnten wir in der zweiten Runde noch einmal 33 Läufer überholen und uns den 55. und 56. Rang sichern.

 

Ergebnis:

Zeit: 42:23,8 Minuten (14,93km/h; 4:01min/km)
Rang: 55. von 760
KL-Rang: 50. von 681

Pentek-Timing

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